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Working Capital zu Umsatz

„Das Working Capital gibt Aufschluss über die Finanzkraft eines Unternehmens.“

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Definition "Working Capital zu Umsatz"

Oft messen Unternehmen auch das Verhältnis des Working Capitals im Verhältnis zum Umsatz (sogenannte Working-Capital-Intensität) als Indikator für einen effizienten Einsatz des Kapitals.

Das im Deutschen oft als Betriebskapital bezeichnete Working Capital ist eine der Bilanzkennzahlen, die Auskunft über die Finanzierung eines Unternehmens gibt. Das Working Capital ist die Differenz aus dem Umlaufvermögen sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens.

Die Interpretation des Working Capital geht in 2 „Richtungen“:

1. Maßstab für (potenzielle) Liquidität

Das Working Capital ist positiv. Das bedeutet, das Umlaufvermögen des Unternehmens deckt die kurzfristigen Verbindlichkeiten ab. Das Umlaufvermögen wird generell – im Gegensatz zum Anlagevermögen – relativ schnell in liquide Mittel umgewandelt (Kundenforderungen werden bezahlt, Vorräte werden verkauft, Bankguthaben sind bereits als liquide Mittel vorhanden), sodass diese Mittel eingesetzt werden können, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu tilgen. Das Working Capital dient sozusagen der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens.

2. Finanzierungsbedarf (und damit als Maßstab für Kapitaleffizienz)

Allerdings muss das Working Capital finanziert werden, z.B. durch einen verzinslichen Bankkredit. Gelänge es dem Unternehmen, das Working Capital z.B. dadurch zu senken, dass die Vorratsbestände optimiert, d.h. z.B. von 200.000 € auf 100.000 € gesenkt werden, würde weniger Fremdkapital benötigt (die Kredite könnten in der obigen Bilanz z.B. von 500.000 € auf 400.000 € gesenkt werden). Das führt zu geringeren Zinsaufwendungen sowie zu besseren Rentabilitätskennzahlen (z.B. einer Verbesserung der Gesamtkapitalrentabilität).

Die wesentlichen Möglichkeiten, das Working Capital zu senken bzw. zu optimieren – das sogenannte Working Capital Management –, lassen sich aus der obigen Formel ablesen:

  1.  Senkung der Vorratsbestände durch Bestandsoptimierung bzw. durch just-in-time-Fertigung
  2.  Senkung der Forderungsbestände durch kürzere Zahlungsziele, strikteres Forderungs-Management oder Factoring

Erhöhung der Lieferverbindlichkeiten durch Verhandeln längerer Zahlungsziele bei den Lieferanten

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